Sonntag, 25. März 2012

Von der Brille zu Kontaktlinsen

Viele Brillenträger stellen sich im Laufe der Zeit die Frage, nicht auch einmal Kontaktlinsen auszuprobieren. Da über Werbung beim Optiker, im Fernsehen oder einfach ein Gespräch mit Freunden oder Bekannten klar wird, dass die heutigen Kontaktlinsen nicht mehr viel mit den harten Linsen aus den 80ern zu tun haben.

Sucht man dann im Internet nach ersten Erfahrungen, Leitfäden oder Anleitungen wird man schnell enttäuscht. Kontaktlinsen sind komplexer als man anfangs erwartet. An dieser Stelle - und das sollte man immer tun - suchen die Linseninteressierten einen Optiker in der Nähe, der sich natürlich auch mit Kontaktlinsen auskennt. Das kann mittlerweile fast jeder, aber richtige Kontaktlinsenspezialisten (ein Optiker kann sich in dieser Fachrichtung weiterbilden lassen) sind trotzdem rar gesät. Doch der Weg lohnt sich. Eine professionelle Untersuchung der Augen mit Tränenfilm und allem was für Kontaktlinsen wichtig ist, ist unerlässlich um die richtige Kontaktlinse zu finden. Weiter natürlich die richtigen Fragen im Beratungsgespräch. Möchte man nur ab und zu Tageslinsen beim Sport tragen oder lieber jeden Tag? Sitzt man lange vorm Monitor, würde man die Linsen gerne sehr lange tragen oder gar über Nacht drin behalten? Das alles muss zur richtigen Kontaktlinsenwahl geklärt werden.
Danach gibt es eine Testphase, in der am Besten täglich nach dem ersten Tragen der Linsen kontrolliert wird. Ist alles gut, wird der Rhythmus verlängert. 
Eine weitere Quelle für schlechte Erfahrungen kann auch das Pflegemittel darstellen. Bei Tageslinsen entfällt dieser Punkt, denn die werden ja täglich frisch eingesetzt. Aber bei 2-Wochenlinsen oder Monatslinsen muss man natürlich Pflegemittel nutzen. Hier entscheidet eine eventuelle Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Konservierungsstoffen in Kombilösungen über Wohl und Wehe.

Ist alles in Ordnung, also hat man die richtigen Linsen und falls nötig das richtige Pflegemittel gefunden, ist eine mindestens halbjährige Vorstellung beim Optiker zwecks einer Vorsorgeuntersuchung zu empfehlen. Einmal im Jahr ist jedoch unbedingt eine Kontrolluntersuchung anzuraten, denn falls etwas nicht stimmt (Ernährung, Umwelteinflüsse, hormonelle Veränderungen können Auswirkungen auf die Zusammenstzung des Tränenfilms und damit auch über die Verträglichkeit von Kontaktlinsen haben) wird das oft zu spät festgestellt, was gravierende Folgen bis hin zu einer permanenten Kontaktlinsenunverträglichkeit haben.

So lange man seine Augen jedoch regelmäßig kontrollieren lässt, kann man (wenn man der Typ dazu ist) seine Kontaktlinsenmarke im Internet nachbestellen. Wer im Netz bestellt möchte normalerweise Geld sparen, daher lohnt sich oft der Vergleich der Preise über einen speziellen Vergleich für Kontaktlinsen Wer allerdings besonders schlau sein möchte und lieber zu den günstigsten Linsen überhaupt greift, kann nicht sicher sein, ob seine Augen auch mit diesen Kontaktlinsen klar kommen. In diesem Fall lohnt eine neue Anpassung der billigen Kontaktlinsen beim Optiker, falls der das überhaupt verantworten möchte. So kann man jedenfalls einer Unverträglichkeit aus dem Weg gehen und viel Geld sparen. Denn durch die Preisunterschiede zwischen Optiker und Online hat man meist sehr schnell die Untersuchungskosten herausgeholt und ist trotzdem auf der sicheren Seite.
Was der Optiker kann, kann in der Regel auch ein Augenarzt. Allerdings ist der oftmals nicht mit so vielen Kontaktlinsenanpassungen zu Gange wie der Optiker und man hat viel längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen.

In den meisten Fällen klappt die Anpassung so oder so gut und man kann für sich entscheiden, ob man Brillen- oder Kontaktlinsenträger bleiben möchte - oder beides - je nach Situation.

Also viel Erfolg beim Anpassen der richtigen Kontaktlinsen!